schwarz-weiss gegen bunt

Leben in schwarz-weiss. Ja das ist es oft. Mal ist alles gut und mal ist alles schlecht. Ein dazwischen gibt es nur wenig. Keine Grautöne, geschweige denn Farben. Aber ich habe mich entschieden Farben in mein Leben zu lassen. Erstmal vielleicht wirklich die verschiedenen Grautöne und dann irgendwann die Farben in ihrer ganzen Palette.
Denn ein buntes Leben ist bestimmt schöner als ein Leben in schwarz-weiss.

Und jetzt gibt es auch T. Er bringt Farben in mein Leben. Die ich noch nicht ganz annehmen kann, aber ich möchte es so gerne… Mein Leben war so lange nur schwarz-weiss. Seit meinem 11. Lebensjahr eigentlich. Ja die Zeit mit H. war zwischendurch auch mal bunt. Aber jetzt existiert er hier nicht mehr und es wurde alles tiefschwarz.
Doch T. scheint die Farben zurück in mein Leben zu bringen. So viele Schmetterlinge wie ich jetzt im Bauch habe, hatte ich nichtmal für P. und da war es schon ein ganzer Schwarm.
Trotzdem gibt es grade diesen Kampf. Weiß und alle anderen Farben gegen das Schwarze.
Ich liebe T. und ich weiß (oder glaube zu wissen), daß er mich auch liebt. Dennoch kommt mir da das 1. Borderline-Kriterium in die Quere.
Verzweifeltes Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassen werden zu vermeiden
Betroffene haben große Angst davor, von wichtigen Menschen verlassen zu werde. Diese Befürchtung kann der Realität entsprechen, aber auch eingebildet sein.

Ich habe so dermaßen Verlustängste. Ich möchte T. nicht wieder verlieren. Aber die Ängste sind so extrem da, daß ich Angst habe was falsch zu machen und ihn dadurch erst Recht zu verlieren. Zudem kommt das ich mich mal wieder selber gar nicht mag. Und in solchen Phasen fällt es mir eh verdammt schwer zu glauben, daß es Menschen gibt die mich mögen, geschweige denn lieben.

Werde gleich mit meiner Betreuerin darüber reden und vielleicht auch heute nachmittag mit meinem Therapeuten. Mal schauen. Eigentlich war für die Therapiestunde nämlich was anderes geplant. Aber vielleicht kriegen wir dieses Thema dennoch untergebracht.

T. hat mir schon mehrmals versichert das ich mir keine Sorgen machen muss und ich ihn nicht verlieren werde. Ich glaube es ihm ja auch und weiß das die Ängste zu 99% unbegründet sind. Dennoch sitzen sie tief. Und sie verhindern, daß ich die Farben die in mein Leben wollen zulassen kann.

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